Geschichte

Schüpfen um 1500

Der Name Schüpfen stammt aus der Alemannenzeit und wird 1208 erstmals als Scuphon (Schopf, Scheune) erwähnt. Bekannt waren die Edlen von Schüpfen und von Schwanden, die eine Reihe von Rittern und Geistlichen stellten. Die Grafen von Kyburg und die Spiezer-Herren von Bubenberg waren nacheinander Besitzer von grossen Teilen unseres Gebietes. Ulrich von Bubenberg war erster Leutpriester in unserer Kirche. Der letzte kinderlose Adrian von Bubenberg, Sohn des Helden von Murten, verkaufte den Besitz um 1500 an das Kloster Frienisberg und nach der Reformation gehörte der grösste Teil von Schüpfen zur Landvogtei Frienisberg 1528 - 1798, also zu Bern.


Schüpfen um 1800

Bendicht Münger-Moser, der 1773 durch Heirat nach Schüpfen kam, übernahm von seinem Schwiegervater den Hof und den Gasthof Löwen und betrieb einen intensiven Weinhandel, der ihn mit seinem acht Pferden ins Waadtland gar bis ins Burgund führte. Nach dem Einmarsch der Franzosen vertrat Bendicht Münger den Kanton Bern im helvetischen Senat in Aarau und später in Luzern von 1798 - 1803. Nach der Helvetik wurde er bernischer Ratsherr. 1792 hat er den barocken Müngerstock in Schüpfen gebaut.


Schüpfen um 1900

Während und nach der Gründung des Bundesstaates von 1848 und während der kargen 1930er Jahre zeichneten sich Bürger von Schüpfen und Schwanden im Parlament und im Bundesrat aus. Drei Schüpfener wurden Bundesräte:

  • Jakob Stämpfli von Schwanden, Schüpfen, 1854 - 1863
  • Karl Schenk, Pfarrer in Schüpfen, 1864 - 1895
  • Rudolf Minger, Landwirt in Schüpfen, 1930 - 1940



Schüpfen um 2000

Das Kirchendorf Schüpfen übernimmt eine gewisse Zentrumsfunktion in der Region. So der Kindergarten, die Primarschule und das Oberstufenzentrum mit Real- und Sekundarschule. 1980 eröffnete Schüpfen das Freibad, 1989 das Alters- und Pflegeheim, 1998 das Kirchgemeindehaus und 2002 die Dreifach-Sporthalle. Zunehmend wird Schüpfen als ländlicher Wohnort mit idealen Zugsverbindungen nach Lyss - Biel und nach Bern geschätzt. Die Gegend weist ein einmaliges Netz von Wander- und Erholungsmöglichkeiten in abwechslungsreicher, viel bewaldeter Hügel-Landschaft auf. Dazu bietet das Dorf vielfältige Einkaufsmöglichkeiten. Das Kreiselgebiet ist zur Verbindung des historischen Dorfes mit dem neuen Dorfteil geworden und zum neuen Zentrum.